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Wir fordern: Radweg Teichel–Teichröda muss kommen!

BfR-Stadtrat Ralf Alex konnte es nicht fassen und brachte seinen Unmut in der Stadtratssitzung über die Entscheidung des Landes Thüringen zum Ausdruck. Seit Jahren fordern die Bürgerinnen und Bürger von Teichel und Teichröda den Bau des dringend benötigten Radweges.

„Die B85 ist viel zu gefährlich, um zwischen diesen beiden Ortsteilen mit dem Rad zu fahren – da muss eine Lösung her“, so Alex.

In den vergangenen Jahren wurde unter entsprechender Zusammenarbeit zwischen der Stadt Rudolstadt und dem Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr (TLBV) das Projekt zur Ausführungsreife geführt. Zunächst sagte das Land die Ausführung für 2025 zu und verschob sie dann ins Jahr 2026. Umso unverständlicher ist es, dass den Bürgermeister vor ein paar Wochen die Nachricht erreichte, dass die Umsetzung vermutlich gar nicht erfolgen kann, da im Bundeshaushalt nunmehr kein Budget mehr vorgesehen sei.

Die Mitglieder der Fraktion und des Vereins „Bürger für Rudolstadt“ haben sich seit der Eingemeindung der Stadt Remda-Teichel im Jahr 2019 immer für dieses Projekt stark gemacht. Die vorläufige Absage durch das TLBV empfinden wir als erhebliche Benachteiligung des ländlichen Raumes.

„Die Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit werden in der Gegenwart fortgesetzt“, so die Vorsitzende Juliane Hartmann-Schmidt.

Der Radweg hätte die Verhältnisse für Pendler und Touristen nach Rudolstadt nicht unerheblich verbessert. Vielleicht hätte das Projekt auch eine Initialzündung für eine Radwegeführung nach Weimar werden können. Schlimmer jedoch schätzt Stadtrat Ralf Alex ein, „dass nun wiederholt die Bürgerinnen und Bürger durch unzuverlässige Bundes- und Landespolitik enttäuscht würden.“

Die Bürger für Rudolstadt fordern vom Land Thüringen eine verlässliche Politik für den ländlichen Raum und dass der Radweg zwischen Teichel und Teichröda jetzt zeitnah hergestellt wird. Im Stadtrat wurde der Bürgermeister gebeten, mit dem Thüringer Minister für Digitales und Infrastruktur Kontakt aufzunehmen, um das so weit geplante Vorhaben noch zum Ende führen zu können. Dies sagte Jörg Reichl umgehend zu, denn auch er fordert ein, dass auf Zusagen von Landesbehörden Verlass sein muss.